Virtuelle Welten

Am Wochenende waren meine Frau und ich im Film „Avatar“. In 3D. Unglaublich. Nach ein paar Minuten hat man sich an die Brille gewöhnt, die immer noch notwendig ist, um Filme in 3D zu sehen. Aber dann. Schon die Vorschau auf künftige Filme war dreidimensional. Phänomenal.

Und Avatar ist nicht nur wegen der Effekte sehenswert, sondern auch vom Inhalt her unbedingt zu empfehlen. Zitat: „Wenn wir etwas benötigen, erklären wir die Einwohner zum Feind. Dann haben wir die Möglichkeit, mit der gesamten Militärmacht gegen die Feinde vorzugehen“. Da drängen sich Parallelen zur Bush-Regierung auf.

Die Frage, die ich mir stelle: Wenn es Filmregisseuren bereits jetzt gelingt, uns in völlig am Computer generierte Welten eintauchen zu lassen und Emotionen auszulösen, wohin geht der Weg? Was ist Realität, was Fiktion? Sehen wir uns zukünftig nur noch computergenerierte Welten an, mit Happy End? Und verkennen die Wahrheit? Blenden wir das Elend einfach aus?

Vor einer solchen Gesellschaft habe ich Angst. Es ist unsere Aufgabe, die Wahrheit darzustellen. Und nicht Realitäten zu schaffen, die wir gerne hätten. Ich kann es einfach immer noch nicht verstehen, dass wir als Gemeinden das ausbaden müssen, was im „Wachstumsbeschleunigungsgesetz“ steht. Oder wie formulierte es der SPIEGEL? „Parteispendenbedankungsgesetz“. Dazu ist nichts zu sagen.

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