Transparenz

Gerade habe ich einen Anruf bekommen. Zugegebenermaßen unangenehm. Ein Firmeninhaber hat sich massiv beschwert, dass er bei der Vergabe eines Auftrags unberücksichtigt blieb. Und ob alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Davon gehe ich aus. Aber er müsse doch bevorzugt behandelt werden, er sei ja schließlich ortsansässig. Nein. Dafür bin ich nicht angetreten.
Natürlich wünsche ich mir, dass örtliche Firmen von der Gemeinde Aufträge bekommen. Aber wenn ich immer nur den örtlichen Händler bevorzuge, habe ich ein Problem: Kraft Gesetzes und des Eides, den ich geschworen habe, muss ich mit öffentlichen Geldern, unseren Steuern, sorgfältig umgehen. Ich darf keinen Cent verschleudern. Also ist bei vergleichbaren Angeboten der günstigste Anbieter auszuwählen. Und das ist manchmal eben auch ein anderer.
Für den Betroffenen ist das unverständlich, sicher. Aber für mich ist das Transparenz. Und dazu stehe ich.

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