Ein Wunder ist es nicht

Was ist da passiert? Dies ist die offizielle Grafik des Wahlbezirkes Ahornberg der Zweitstimmen zur Bundestagswahl vom vergangenen Sonntag.

Offensichtlich haben knapp 21% der Wähler eine andere Vorstellung von Politik als die restlichen 79%, die nicht die NPD oder die AfD gewählt haben. Darüber kann man jammern oder versuchen für die Zukunft bessere Angebote zu machen. Bürgermeister und Gemeinderäte stehen jedenfalls immer als Ansprechpartner zur Verfügung, um die Situation für die uns anvertrauten Menschen wo es geht besser zu machen.

Vielleicht wäre das die Lösung auch für Abgeordnete des Deutschen Bundestages, damit dieses Ergebnis im Wahlbezirk Ahornberg ein einmaliges bleibt.

VR Bank in Ahornberg

Nun hat es uns also auch erwischt. Heute Vormittag ruft mich der Vorstand der VR Bank Hof eG an und teilt mir mit, dass die Filiale Ahornberg geschlossen wird. Dies sei so beschlossen worden.

Nun, unternehmerische Entscheidungen werden getroffen und habe ich nicht zu kommentieren, aber bedenklich ist diese Entwicklung schon. Wegen der anhaltenden Niedrigzinsphase setzt sich das Filialsterben bei allen Banken fort. Wir haben zwar das Glück in Konradsreuth eine weitere Filiale zu haben, die Ahornberger tröstet das aber wenig.

Auch der technische Fortschritt erschwert das Filialgeschäft der Banken. Banking per Internet ist heute normal, Banking per Smartphone auf dem Vormarsch. Aber vielleicht sollte mal geprüft werden, wieviele Ahornberger Kunden ihre Konten schon für Online-Banking freigeschaltet haben.

Viele Kunden werden nun längere Strecken zu ihrer Bank in Kauf nehmen müssen, bleibt zu hoffen, dass sich diese Spirale nicht weiter fortsetzt und Kunden zu Internet-Banken abwandern.

Fränkischer Abend

Schön, dass die Grenzwanderung (siehe unten) so gut angekommen ist…

Heute war nach einem Jahr Pause wieder der „Fränkische Abend“ des Gesangvereins Ahornberg. Was Uschi Popp und ihre Mitstreiter/Innen da so auf die Beine stellen verdient große Anerkennung! Das wär‘ doch mal was für die Ehrenamtskarte…

Da bin ich gar nicht böse, dass ich die Einladung zum Ball der Serviceclubs (Rotary, Lions, Inner Wheel, Soroptimist) abgelehnt habe; auch wenn es mir und meiner Frau natürlich auch dort eine Ehre gewesen wäre. Hier wird viel Gutes geleistet.

Zurück nach Ahornberg: Ihr habt uns auf eine Reise mitgenommen, musikalisch und mit Sketchen, ich denke vor allem an die Zugfahrt… Der Saal hat gelacht, dass es bis nach Reuthlas zu hören war; was will man mehr?

Mammutsitzung

Allein 16 Tagesordnungspunkte hatte die öffentliche Sitzung gestern Abend. Und es waren wieder ein paar Dauerbrenner dabei: Abwassergebühren, Fremdwasser, Windenergie, Stromtrasse. Wenn man sich überlegt, mit welchen Themen wir uns wieder und wieder beschäftigen müssen… Unsere „Neuen“ haben ihre Feuertaufe bestanden und konnten mit Fachwissen mitdiskutieren.

Aber auch, wenn Sitzungen manchmal mühsam sind: Es lohnt sich. Es lohnt sich, für unsere Bürgerinnen und Bürger das Beste herauszuholen. Manchmal sind es auch nur Kompromisse, aber „jedem Recht getan, ist ein Kunst, die niemand kann“.

Die nächste Sitzung wird sich dann mit der Dorferneuerung in Ahornberg beschäftigen. Besucher sind wie immer willkommen!

Steinzeit?

Ich glaube, es hakt?

Die Telekom will „Vielsurfer“ aussperren? Sind z.B. Architekturbüros, die große Pläne verschicken müssen, Vielsurfer? Schreibt die Süddeutsche: http://www.sueddeutsche.de/digital/volumengrenze-fuer-dsl-tarife-telekom-bremst-viel-surfer-aus-1.1655805

Momentan kämpfen 2.056 Gemeinden in Bayern mit der neuen Breitbandförderrichtlinie, um endlich schnelles Internet für Firmen und Privatleute auch in kleineren Ortsteilen zu realisieren. Dabei sind 500.000 Euro Zuschuss möglich, ein Eigenanteil von 100.000 Euro verbleibt. Und mit diesen 600 T€ sollen wir dann 384 Kbit/s bekommen?

Ich glaube, es hakt.

Schock in der Morgenstunde

Es ging alles ganz plötzlich: Alarm für die Feuerwehren in Konradsreuth, Ahornberg und Münchberg. In Konradsreuth brennt’s. Alle Einsatzkräfte sind innerhalb weniger Minuten vor Ort. Eine Scheune brennt, es geht jetzt erst einmal darum, das angrenzende Wohnhaus zu schützen. Glücklicherweise verstehen die Einsatzkräfte ihren Job, es kommen keine Personen zu Schaden.

Ich bin einstweilen mit den Bewohnern ins Feuerwehrhaus, denn solange die Einsatzkräfte am Werk sind und alles unter Kontrolle halten, brauchen Betroffene Betreuung. Die kommt mit unserer Pfarrerin und dem Roten Kreuz. Inzwischen wurden weitere Wehren, Rettungsdienst und THW alarmiert, die Polizei sperrte die B2. Das Zusammenspiel aller Beteiligten funktioniert, ein Feuerwehrler hat zusammen mit mir die Aufgabe, die Einwohnerdaten der benachbarten Häuser abzugleichen, damit auch niemand übersehen wird. Es geht gut aus, die Bewohner können nach ein paar Stunden zurück ins unbeschädigte Haus.

Alles heute Vormittag so passiert. Ich habe es bei der Einsatzbesprechung schon anklingen lassen: Ich bin Euch, ich bin Ihnen allen sehr dankbar. Durch das planmäßige und gut geübte Zusammenspiel aller konnte Schlimmeres verhindert werden. Auch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung konnte ich zählen; viele haben mich angesprochen, ob sie helfen können, andere haben die Rettungskräfte unterstützt.

Nur Eines war schwer zu verstehen: Warum musste ein völlig Unbeteiligter den Brandort betreten, der nur mal schauen wollte, was passiert ist? Warum nur? Reichte ihm RTL nicht mehr aus? Aber es war nur Einer, ich habe ihn deutlich gebeten, die Einsatzstelle wieder zu verlassen.

Bleibt zu hoffen, dass gerade bei den betroffenen Kindern keine seelischen Nöte zurück bleiben. Wir alle haben unser Bestes getan, jeder an seinem Platz. Es ist schön zu wissen, dass es im Ernstfall Menschen gibt, die für andere da sind.

Pfingstfreizeit

Das war toll. Wir haben als Gemeinde zwei Freizeiten während der Pfingstferien angeboten. In Zusammenarbeit mit Studierenden der Fachakademie für Sozialpädagogik in Ahornberg konnten wir für 40 Kinder ein abwechslungsreiches und interessantes Programm anbieten. Das Motto der ersten Woche war „Wasser“, das der zweiten „Indianer“. Alle, mit denen ich gesprochen habe, waren voll des Lobes. Wir haben eine echte Lücke geschlossen. Danke an die Betreuer, danke an die Eltern, die uns ihre Kinder anvertraut haben. Es wird eine Fortsetzung geben. In den Sommerferien bietet der Landkreis sein Ferienprogramm an…

Insolvenz

Ja, es gibt definitv bessere Nachrichten. Die Ahornberger Brauerei, ein Familienbetrieb mit Jahrhunderte alter Tradition, musste vergangenen Dienstag Insolvenz anmelden. Nun entbrennt ein Streit darüber, wer denn Schuld sei. Diese Diskussion kommt zu spät. Wir müssen nun – wieder einmal – alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die „Obercher“ doch noch zu retten.
Ich war neulich in der Fränkischen Schweiz unterwegs, dort haben kleine und kleinste Brauereien überlebt. In Münchberg, wo ich geboren bin, gab es früher, wenn ich mich recht erinnere, vier Brauereien; keine ist übrig geblieben.
Es ist einfach sehr sehr schade, dass diese „Geiz ist geil“-Mentalität auch auf den Bierkonsum über gegangen ist. Wobei „Geiz ist geil“ für manche lebensnotwendig ist – überlebensnotwendig, da das monatliche Einkommen trotz 40 Stunden Arbeit einfach nicht für Premiumbiere reicht. Auch darüber sollte man an einem solchen Tag nachdenken. Mindestlohn.