Insolvenz

Ja, es gibt definitv bessere Nachrichten. Die Ahornberger Brauerei, ein Familienbetrieb mit Jahrhunderte alter Tradition, musste vergangenen Dienstag Insolvenz anmelden. Nun entbrennt ein Streit darüber, wer denn Schuld sei. Diese Diskussion kommt zu spät. Wir müssen nun – wieder einmal – alle verfügbaren Kräfte bündeln, um die „Obercher“ doch noch zu retten.
Ich war neulich in der Fränkischen Schweiz unterwegs, dort haben kleine und kleinste Brauereien überlebt. In Münchberg, wo ich geboren bin, gab es früher, wenn ich mich recht erinnere, vier Brauereien; keine ist übrig geblieben.
Es ist einfach sehr sehr schade, dass diese „Geiz ist geil“-Mentalität auch auf den Bierkonsum über gegangen ist. Wobei „Geiz ist geil“ für manche lebensnotwendig ist – überlebensnotwendig, da das monatliche Einkommen trotz 40 Stunden Arbeit einfach nicht für Premiumbiere reicht. Auch darüber sollte man an einem solchen Tag nachdenken. Mindestlohn.

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